Autumn - Altitude

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2009

Label
Metal Blade

Besetzung
Gesang: Marjan Welman
Gitarre: Mats Van der Walk
Gitarre: Jens Van der Walk
Keyboard: Jan Mummik
Bass: Jerome Vrielink
Schlagzeug: Jan Grijpstra

Tracklist
1. Paradise Nox
2. Liquid under Film Noir
3. Skydancer
4. Synchro-Minds
5. The Heart Demmands
6. A Minor Dance
7. Cascade (For a Day)
8. Horizon Line
9. Sulphur Rodents
10. Answers never Questioned
11. Altitude
12. Closure (Bonustrack)
13. One World Reminder (Bonustrack)

Datum: 12.02.2009 - Autor Jörg
VÖ:13.02.09

Sozusagen eine Art Comeback feiern die Holländer von Autumn mit ihrem neuen Album „Altitude“, denn vor kurzem stand die Heavy-Rock-Formation mit Gothic-Touch noch im kurzen Hemd da. Das soll bedeuten? Nach dem von der Presse gut aufgenommenen Vorgänger „My New Time“ (2007) verlies Sängerin Nienke De Jong die Band und man stand ohne Frontföilein da. Ersatz fand man in der Stimmgewaltigen Marjan Welman, die uns von ihrem Einsatz auf dem Ayreon-Opus „010110001“ gut in Erinnerung sein sollte. Soweit die Vorgeschichte von „Altitude“.

Ich hasse es so was zu schreiben, aber im Falle dieses Genres, also Gothic-Rock, ist ganz und gar nicht meine Baustelle und bis auf Lacuna Coil und Paradise Lost haben bisher wenige Scheiben aus dieser Richtung den Weg in meine Sammlung gefunden. Doch Autumn sind nicht typisch Gothic-Metal, denn dafür ist die Musik auf dem aktuellen Scheibchen einfach zu abwechslungsreich und auch zu hart. Mit Jodelpuppen der Sorte Liv Kristine hat Sängerin Marjan reichlich wenig zu tun und besticht durch ihre tolle Stimme, welche sich angenehm in die Ohren legt. Zum Glück alles weit weg vom Abendkleid-Romantik, Patschuli-Müff und lange Gesichter-Das steht eh den Pferden besser.

Die Musik auf „Altitude“ ist natürlich getragen und auch bombastisch angelegt, erinnert mich das ein oder andere Mal an die letzten Scheiben von Lacuna Coil oder auch etwas an Evanescence. Das Label beschreibt die Autumn-Musik mit melodiöser Powerrock mit Gothic-Kante, bis auf das es beim Gothic selten Kantig zugeht, muss ich hier mal voll zustimmen.

Eine gewisse Melancholie begleitet die Songs 11 Songs (das Diggipack in der Erstauflage hat noch 2 mehr), ohne in Jammer-Arien und Heulbockausbrüchen zu enden. Gewisse elektronische Elemente reichern den Sound der Holländer an und lassen die Songs zeitgemäß klingen.

Gerade ein recht modernes „The Heart Demmads“ oder der tolle Opener „Paradise Nox“ könnte sich bald ins Programm der Samstagabende aller Rock-DJ`s schleichen. Die Songs haben Tanzbarkeit und gehen ins Ohr.

Unter den Songs gibt es keinen Ausfall und man kann sich „Altitude“ wunderbar in einem Rutsch anhören, dabei auf dem Sofa duseln –ist mir mehrfach passiert, am PC irgendwelche Sachen erledigen und immer hat man die gelungenen Klänge von Autumn im Ohr.

Vorbei die Zeiten wo man Reisaus nehmen muss, wenn auf einer CD mal der Stempel weiblicher Gesang mit Gothic-Touch auftaucht. Autumn sind irgendwo zwischen harten Rock und einer gewissen Charttauglichkeit gelandet.





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